| Im ehemaligen Gefängnis, dem damaligen Jufo fand alljährlich am 1. Weihnachtsfeiertag
eine Live-Veranstaltung statt, häufig waren das die Murx-Brothers. Im Anschluß daran spielten
die anwesenden Musiker eine Session.
Um den endlosen Soli im "Blues-in-A" Einhalt zu gebieten und mehr Musikern das Spielen zu
ermöglichen, hatte Michael Setz die Idee, im Vorfeld die Musiker für ein bis zwei Proben
zusammenzubringen, Musikstücke zu vereinbaren und diese einzuüben. Die Proben fanden erstmals
1992 im katholischen Gemeindehaus und im alten Jufo statt.
Dies war auch zeitgleich der erste Auftritt der damals neuen Band "Jones & The Chickenwings",
die als Opener (erste Band des Abends) auftraten - hieraus entwickelte sich die Tradition,
daß immer eine neu gegründete Band den Abend eröffnet.
Die damalige Szene bestand überwiegend aus Musikern der KJG und des Jufos.
Nach dem Umzug des Jugendforums in die alte Stadtwirtschaft überlegte man, die
Veranstaltung am 1. Weihnachtsfeiertag weiterzuführen und zu vergrößern.
Dies fand erstmals 1993 statt.
Bis 1996 übernahm das Organisationsteam Setz / Noelle die Verantwortung für das Gelingen.
Die darauffolgenden 2 Sessions wurden von Sotchy, Hobler und Wolle organisiert, 1999 wieder
von Sedi und seit der Gründung der MIR wird die Session durch den Verein veranstaltet.
Der Grundgedanke der Riedlinger Weihnachtssession ist, sich einmal im Jahr mit anderen
Musikern - außer denen der eigenen Band - zusammen zu tun, und verschiedene Stilrichtungen
auszuprobieren. Zwischenzeitlich haben sich aber auch hier Gruppierungen gefunden, die zwar
jedes Jahr etwas anderes spielen, in der Besetzung aber weitgehend gleich bleiben und für
manchen ist es der einzige Auftritt im Jahr.
Die Session soll den musikalischen Dialog fördern und Kontakte pflegen; aus diesem Grund werden
auch aus Riedlingen bereits weggezogene Musiker immer benachrichtigt.
In erster Linie ist es eine Veranstaltung von (Riedlinger) Musikern für Riedlinger (Musiker);
Gastmusiker aus anderen Städten sind natürlich willkommen. Wir möchten dazu beitragen, die hiesige
Musikszene in abwechslungsreicher Form am Leben zu erhalten.
Mit dem Programm der Session sollten viele Stilrichtungen abgedeckt werden, um eine hohe Vielfalt
zu erhalten und einen für das Publikum unterhaltsamen Abend zu schaffen.
Das Zusammentreffen zur Besprechung des Konzertes - das 2002 erstmals ausfiel - dient zum Kennenlernen
und zur Bildung von ersten Formationen. Die Anzahl der Gruppen am Abend sollten max. 10 Bands sein;
die Auftrittsdauer von 30 Minuten (inkl. Abbau) nicht überschreiten. Da die Musiker keine Gage für
den Auftritt erhalten wird versucht, anderweitig einen optimalen Rahmen zu schaffen (Catering inkl.
Freigetränke, Backstage-Bereich, etc.). |